Malaria
Jährlich sterben weltweit mehr als 1,5 Millionen Menschen an Malaria. Damit handelt es sich neben der Tuberkulose um die Infektionskrankheit mit weltweit höchster Sterblichkeit.

In Deutschland sterben jährlich ca. 5 Menschen an einer Malariaerkrankung, die in tropischen oder subtropischen Malariagebieten erworben wurde (so genannte importierte
Malaria
). Hauptursache dieser Todesfälle in Deutschland ist die zeitlich verschleppte Diagnose oder die –meist als grippaler Infekt – fehldiagnostizierte Malariainfektion.
Ist die Malariainfektion bereits in einem fortgeschrittenen Stadium schwebt der Patient
auch unter moderner intensivmedizinischer Versorgung in höchster Lebensgefahr.

Der Erreger der Malariaerkrankung ist ein einzelliger Parasit, der seinen Lebenscyclus im
ständigen Wechsel zwischen Mensch und der Anopheles-Stechmücke vollzieht.
Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch die nachtaktive, weibliche Stechmücke; bei ihrem Mückenstich überträgt die Anopheles-Mücke beim Blutsaugen die Malariaparasiten.


Weltweit wird der Mensch von vier Arten der Malariaparasiten befallen.
(Plasmodium falciparum, Plasmodium ovale, Plasmodium malariae und Plasmodium
quartana). Nur die Infektion durch den Malariaparasit Plasmodium falciparum verursacht
die gefährliche Malaria tropica, die unzureichend oder zu spät behandelt schnell zum Tode führt. Die Malaria tropica kommt vor allem in Südamerika (Amazonasgebiet), Afrika (südlich der Sahara) und in Ländern Asiens vor.

Jede Malariaerkrankung ist erfolgreich durch Medikamente behandelbar!
Vorraussetzung hierfür ist die frühzeitige Diagnosestellung und eine kompetente Therapie durch einen tropenmedizinisch erfahrenen Arzt. Der Zeitfaktor für Diagnosestellung und
Therapiebeginn ist hierbei die wichtigste Komponente.

Die Malariaerkrankung verläuft grippeähnlich mit Abgeschlagenheit, Schwächegefühl,
Gliederschmerzen, Fieberschüben, Schüttelfrost und Frösteln. Bei Auftreten solcher Krankheitssymptome bis ca. 1 Jahr nach Aufenthalt in einem Malariagebiet ist unverzüglich
eine Malariadiagnostik einzuleiten.

Eine akute Malariainfektion ist ärztlicherseits als medizinischer Notfall einzustufen und mit entsprechender Dringlichkeit weiter medizinisch zu versorgen !

Besteht Malariaverdacht sollte der nächste tropenmedizinisch erfahrene Arzt kontaktiert
werden; an Wochenenden und Feiertagen ist Beratung und Malariadiagnostik an den
tropenmedizinischen Institutionen sowie in den Universitätskliniken möglich.